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Apps und Werkzeuge

angelegt

Hier sind im Folgenden die Apps gelistet, die ich mir im Laufe der Zeit gebastelt habe. Seit der Verbreitung von KI-Tools wurde ich plötzlich in die Lage versetzt, Dinge zu realisieren, für die ich zuvor niemals die Zeit gehabt hätte und das gleichzeitig mit einer Güte, die in meinem Alltag eine wirkliche Bereicherung bedeutet. Alle diese Apps sind spezifisch auf meine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Dabei liegt immer die Wahrung der Privatsphäre zu Grunde (fip, Wetter), teilweise spiegeln sie meine rein persönlichen Interessen (Rudern, Wein) wider aber oft haben sie auch fachlich generische Gründe (Dunkelkammer, Motive).

Android only

Es handelt sich ausschließlich um Android-Apps, da ich zum einen der Überzeugung bin, dass ich auf meiner eigenen Hardware auch meinen eigenen Code einfach ausführen können sollte und Apple das nicht so sieht (mal sehen, wie es bei Google weitergeht) und ich zum anderen nicht bereit bin, durch Apples zahlreiche (kostenpflichtige) Ringe zu springen, um iOS-Versionen bauen zu dürfen.

KI-Slop

Ich habe lange darüber gegrübelt, wie ich das Problem lösen soll, dass diese Apps zwar für mich nützlich sind, im Kern aber das bleiben, was heutzutage gemeinhin als KI-Slop bezeichnet wird. Ich nutze selber viel Software, die in großer Sorgfalt über lange Zeiträume von großen Gruppen von Menschen erschaffen und gepflegt wird, und kann gut nachvollziehen, dass das Einbringen von mit KI erzeugtem Code hier fehl am Platz ist. Den Code auf dieser Seite haben diverse Generationen von Claude verfasst und ich kann nicht behaupten, dass ich ein annähernd so tiefes Verständnis davon besäße, als wenn ich ihn selbst geschrieben hätte. Gleichzeitig war ich nie ein so guter Programmierer, dass ich gleichfalls davon ausgehe, dass der Code, den Claude für mich geschrieben hat, eine bessere Qualität hat, als mein eigener gehabt hätte (und dass ich nie die Zeit gehabt hätte, ihn überhaupt zu schreiben.)

Es stellen sich also die Fragen:

Besonders schwierig fällt es mir bei Projekten wie Airsonic oder dem Mumblebot, die Upstream nicht mehr gepflegt werden, aber hier ein neues Leben gefunden haben.1

Meine Antwort

Schließlich habe ich mich (fürs Erste) auf diese Art und Weise entschieden, vielleicht ist das eine oder andere hier ja auch für jemand anderes als mich interessant. Es gibt die fertig gebauten APKs zum direkten Download und ein F-Droid-Repo. Das Repo hat den Vorteil, dass auch die Weiterentwicklungen und Updates der Apps automatisch ankommen. (Allerdings nur die, die keine Serverkomponente benötigen.)
Weil mir allerdings bei den fertigen APKs vertraut werden muss, ist auch der Source-Code direkt verlinkt.
Hier gilt generell: Checkt das aus und lasst euren KI-Agenten damit machen, was ihr wollt!

PS: Das Archiv

Da sich viele dieser Apps für mich darum drehen, Dinge langfristig zu behalten und zugreifbar zu haben, habe ich ein (optionales) Archiv als Serverkomponente gebaut, in dem die Apps ihre Daten automatisch ablegen und das dann mit in meinem Backup landet.


  1. Zudem habe ich gar keinen (Microsoft-)GitHub Account… ↑

Die Apps, die ohne eigenen Server auskommen, gibt es auch über F-Droid. Diese Adresse im F-Droid-Client als Paketquelle hinzufügen: https://code.thilomull.de/thilo/fdroid/raw/branch/main/repo?fingerprint=B4842CDC06126195ABCB30C6703052F65852054D156B569B9B223E8B60CAA3D4 Mehr zum F-Droid-Repo

Apps

Dunkelkammer

Diese App ergänzt mein analoges Laborbuch und ist, durch die Archiv-Komponente erweitert, mein Langzeitarchiv für meine Labortätigkeiten.

Es ging ursprünglich darum, einen Überblick darüber zu behalten, wann welche Abzüge wie hergestellt wurden, damit sie in der Zukunft bei Bedarf reproduziert werden können. Einmal mit der Arbeit begonnen, war es aber auch naheliegend und billig, die Filmentwicklung und andere nützliche Features mit aufzunehmen und miteinander zu verknüpfen.
So beherrscht die App jetzt Folgendes:

  • Abzüge:
    • Papiersorte
    • Einstellungen am Vergrößerer
      • Verwendetes Objektiv mit Blende
      • Belichtungszeit
      • Säulenhöhe
    • Rezept: Entwickler mit Temperatur, Ansatz und Zeit
    • Einzeichnen von Abwedeln und Nachbelichten
      • Umrechnung der Zeit durch Faktoren in Prozent für unterschiedliche Formate
    • Variationen wie Tonungen
  • Filmentwicklung
    • Filmtyp
    • Rezept: Entwickler mit Temperatur, Ansatz und Zeit
    • automatische Zeiten für Rotation
    • Verknüpfung von Datenblättern
  • Entwicklungstimer
  • Planfilmkerbenkatalog (mit Editor)
  • …

Im Laborbetrieb sehr praktisch!

Motive

Ich gehe oft spazieren und dann denke ich: Dieses Gebäude oder diesen Ort sollte ich mal mit meiner 4x5 Inch Kamera fotografieren. Vielleicht schreibe ich es sogar in ein Notizheft, aber dann vergesse ich es oder finde das Heft nicht wieder…

Doch jetzt nicht mehr! Mit Motive mache ich eine schnelle Aufnahme vom Ort und speichere die Positionsdaten und Blickrichtung. Alle Orte werden gemeinsam auf einer Karte angezeigt, so dass ich leichter Routen zwischen den Motiven erstellen kann.
Das Ganze kann im Archiv angebunden werden, wo dann zusätzlich auch noch der Sonnenstand mit eingeblendet wird.

Wenn ich das Motiv dann tatsächlich fotografiere, kann ich noch Film, Objektiv, Blende und Belichtungszeit pro Aufnahme eintragen.

Ausstellungen

Wenn ich Ausstellungen besuche, habe ich oft das Bedürfnis, Werke, die mir gefallen, festzuhalten. Früher sind die dann in meiner Galerie dem Lauf der Zeit und der Bilderflut zum Opfer gefallen und in Vergessenheit geraten. Jetzt werden sie sauber und strukturiert (optional, aber empfehlenswert) im Archiv abgelegt und dabei nach Ausstellung unter Angabe von Künstlerin und Titel (mit Foto der Karte) archiviert.

Fundus

Ganz ähnlich wie die Ausstellungs-App, nur dass es sich hierbei um willkürliche Dinge aus dem Leben und dem Alltag handelt, die ich fotografieren und irgendwann wiederfinden will. Ans Archiv angebunden, für immer sicher!

Wein

Ich trinke ganz gerne Wein und auch hier ist es mir schon oft passiert, dass ich mich nach gewisser Zeit nicht mehr erinnern konnte, welcher Wein das genau war, den ich mochte und wo ich ihn herbekommen habe.
Diese App löst das Problem: Namen des Weins eintragen, Fotos von den Etiketten machen und eintragen, in welchem Laden ich den Wein gekauft habe.

Als Bonus (weil mich das auch interessiert): Wenn die Rebsorte eingetragen wird, gibt es automatisch einen Link zu Wikipedia, und wenn Region und ggf. Adresse des Weinguts eingetragen werden, werden diese auf einer Karte angezeigt (nur Frankreich und Deutschland).

Ausdrücklich kein Weintagebuch.

Ruderdaten

Zur körperlichen Ertüchtigung gehe ich mehrmals die Woche auf einem Ruderergometer trainieren. Weil ich auf der einen Seite meine Fitnessdaten nicht hergeben will, auf der anderen Seite aber auch meine Freude an bunten Graphen und Balken habe, tippe ich nach dem Training schnell Dauer, Distanz, Anzahl der Züge und kcal hier ein und dann habe ich, was ich brauche.

Im Archiv angebunden, kann ich die schönen Kurven auch am Computer anschauen, und das noch in 100 Jahren.

Funktioniert theoretisch mit allen Rudergeräten, die die oben genannten Daten anzeigen.

Liederbuch

Ich spiele ab und an ganz gerne mal ein wenig Gitarre und singe etwas dazu. Aber auch hier vergesse ich immer wieder, welche Version ich mochte und wo die nochmal zu finden war.

Also habe ich diese Liederbuch-App erstellt, die aus einer Webkomponente zum Einsammeln und Anlegen der Songs besteht und aus der App auf dem Telefon, die mir die Sammlung präsentiert und mir die Sheets (mit autoscroll) anzeigen lässt.

Webansicht
Und weil es ging, gibt es auch Akkordgrifftabellen und Skalen sowie ein Stimmgerät und einen Trainingsmodus, um Notenwerte auf dem Griffbrett zuordnen zu lernen.

Kuotes

Bei Kuotes handelt es sich um ein Projekt, das aus meinen Lese- und Recherchegewohnheiten entstanden ist. Ich lese sehr viel auf dem E-Reader und nutze dabei KOReader als Reader-App. Ursprünglich hat mich die Möglichkeit, in KOReader über OPDS Bücher aus meiner eigenen Bibliothek direkt auf das Gerät zu laden, angezogen, aber geblieben bin ich für die vielseitigen Features (mein gejailbreakter Kindle Paperwhite hatte/hat z.B. nativ keinen Darkmode), Tweaks und Plugins.

Der Quellenkasten

KOReader erlaubt es, Textstellen zu markieren und mit Notizen zu versehen. Allerdings war es immer problematisch, diese Annotationen sinnvoll aus KOReader zu exportieren. Ich habe vor Ewigkeiten mit einem Hack in Joplin experimentiert, was allerdings so mühsam war, dass ich es wieder aufgegeben habe. Verlässlich war dann nur der Export in eine Textdatei, die dann per Kabel übertragen werden konnte. (Wie in der Steinzeit…) Kuotes begann also als Projekt, um die Highlights und Anmerkungen über Wlan zu exportieren und am Computer sinnvoll darzustellen. Als das gelungen war, kam die Idee auf, hier nicht nur Zitate aus den Büchern, die ich gelesen habe, zu sammeln, sondern auch weitere Quellen zu integrieren und verknüpfbar zu machen.

Neben Zitaten aus Büchern via KOReader können Bücher auch aus Calibre-Web geladen, gelesen und markiert werden. Highlights aus KOReader können auch direkt mit Büchern aus Calibre-Web verknüpft werden. Zudem können die Zitate direkt in den verknüpften Büchern geöffnet werden.

Darüber hinaus können Liedtexte und Artikel zitiert werden. Die Artikel wiederum können nach Themen geordnet in Dossiers gesammelt werden.

Um die Artikel hinzuzufügen, kann ein Bookmarklet verwendet werden, das die meisten Seiten ganz gut erfasst. Alle Artikel werden automatisch über einen integrierten OPDS Server als Epub angeboten, so dass sie bequem auf E-Reader per KOReader geladen, gelesen und annotiert werden können. Mehrere Artikel lassen sich zu themenbezogenen Readern zusammenfassen, die ebenfalls wiederum als Epub angeboten werden. (Damit nicht immer alle Artikel einzeln geladen werden müssen.) Alle importierten Objekte lassen sich auf Zetteln ordnen, verknüpfen und mit Notizen versehen. Darüber können Sammlungen angelegt werden, die verschiedene Themen zusammenbringen (bspw. alles, was sich unter Computer und Gesellschaft zusammenfassen lässt). Über ein Plugin für KOReader können zudem Wörterbücher direkt über Wlan geladen werden (die in Kuotes hinterlegten Wörterbücher sind dort auch als Nachschlagewerke und Übersetzungshilfen im eingebauten Reader verfügbar), und durch den integrierten KOReader-sync-server werden Lesestände über verschiedene Geräte automatisch abgeglichen.

Diese und weitere kleine Funktionen nutze ich mittlerweile unter anderem für die Recherche zu meinen Vorträgen oder um bestimmte Themen inhaltlich über einen längeren Zeitraum zu verfolgen.
PS: Es gibt natürlich eine ausgereifte Suchfunktion über alle Bereiche.

Der Hauptkasten

Der zweite Bereich in Kuotes ist mit dem Zettelkasten eine Umsetzung einer Idee Niklas Luhmanns. Die Idee besteht darin, Gedanken strukturiert und geordnet in kleinen Stücken, jedoch in Strängen zusammenhängend abzulegen, um bei Bedarf vollständige Gedankengänge hervorzubringen.

Dabei lassen sich die erfassten Zettel auf unterschiedliche Art und Weise darstellen und anordnen. Zettel können folgen oder Abzweigungen nehmen. Korrekt umgesetzt, lassen sich Zettelfolgen wie Fließtexte lesen.

Das Ganze befindet sich für mich noch in einem recht experimentellen Stadium und ich bin neugierig, wie es sich im Verlauf von ein paar Jahren entwickelt und was es hervorbringen wird.

Austausch

Kuotes unterstützt das Anlegen mehrerer BenutzerInnen, die dann zum einen auf die gemeinsame Bibliothek zugreifen können und zum anderen Zitate und andere Elemente untereinander teilen und diskutieren können. Mein Gedanke galt dabei Lesegruppen, die so eine Möglichkeit haben, sich auch über die Ferne und asynchron konkret am Text zu verständigen.

Etc.

Kuotes lässt sich relativ einfach per docker oder podman starten und betreiben (auch auf dem eigenen Laptop). Mehr dazu in der Readme im Repo. Am besten einfach mal ausprobieren!

Für Mobiltelefone existieren ein article picker als App (Android) und eine PWA (auch iOS) zur schnellen Erfassung von Gedanken für den Hauptkasten.

FIP-Radio

Ich höre furchtbar gerne den französischen staatlichen Radiosender Fip (France Inter Paris), früher über FM, wenn ich in Paris war, dann über den Stream. Anfangs gab es eine tolle Fip-App mit Widgets und allem. Ein Touch und schon lief Fip. Doch dann wurde die Fip App gestrichen und stattdessen in die RadioFrance App integriert, was ein massiver Rückschritt war: Ein ewiger Splash-Screen, umständliche Navigation, um zu Fip zu gelangen, und um sich einen Track zu merken, braucht es jetzt einen Account mit Login… Dazu keine Widgets mehr.

Nicht mit mir! Hier also wieder die klassische Version der Fip App mit direktem Zugang, Zuletzt gelaufene Songs Liste, Favoriten ohne Login, One-Click-Widgets und sogar Android Auto Unterstützung. 1


  1. (Dafür müssen in den Android Auto Entwicklereinstellungen “unbekannte Quellen” zugelassen werden:
    In den Einstellungen 10x auf Version tippen, um die Entwicklereinstellungen freizuschalten.) ↑

ByteFM

Nachdem ein Freund die Fip-App gesehen hatte, wollte er sowas auch für ByteFM haben… Hier fehlt bisher allerdings die Android Auto Unterstützung.

Merkliste

Wahrscheinlich ist es bis hierher schon erkennbar geworden, dass ich mir Dinge, die ich nicht aufschreibe, nicht so gut merken kann. Also kommt alles auf Listen!
Hier:

  • Einkaufslisten
  • Todo-Listen
  • Packlisten

Und weil es nervt, die am Telefon zu pflegen, gibt es eine Webkomponente, so dass ich die Listen am großen Bildschirm eintragen kann.
Alle Listen beherrschen auch Unterpunkte und dazu sind sie multiuserfähig, so dass Listen geteilt werden können. Und als wäre das nicht genug, können auch Rezepte und Vorlagen gespeichert (und geteilt) werden, sodass ein Klick auf ein Rezept die nötigen Zutaten auf die Einkaufsliste setzt.
Die Todo-Listen können Benachrichtigungen und Kalendereinträge setzen.

Mathetrainer

So sehr ich Stift und Papier mag, so ist es doch müßig, das kleine 1x1 immer aufschreiben zu müssen, um es durch Wiederholung zu lernen. Daher hier die werbe- und upsellfreie Möglichkeit, einfach Aufgaben durch stumpfe Routine zu lernen.
Der Trainer ist von der Grundschule bis zur sechsten Klasse mitgewachsen, so dass neben den Grundrechenarten auch Brüche geübt werden können.

(Mit Zähler, damit fiese Eltern auch sicherstellen können, dass die Kinder wirklich geübt haben.)

thee weather

Irgendwann habe ich festgestellt, dass Wetterapps die einzigen sind, denen ich noch regelmäßig meine Daten aushändigen muss, und das, obwohl die Daten an sich eigentlich alle frei von staatlichen Institutionen im Netz angeboten werden. Also hieß die Devise Cut out the middleman, und so gibt es jetzt für Zentraleuropa meine eigene Darstellung der Daten, inkl. Regenradar.

Wer erstmal nur gucken will, kann das ganz unverbindlich unter https://wetter.calli0pa.de tun.

Wer mehr Details braucht, der schaue ins Git-Repo.

Finanzen

Hier trage ich meine Finanzen ein: Einkommen, Fixkosten, Ausgaben usw. Solche Apps gibt es schon zuhauf, aber weil ich so misstrauisch bin, wollte ich eine haben, die sicher offline läuft.

Dazu gibt es einen Desktop-Client (kein Server) und die Möglichkeit, zwischen Mobil- und Desktop-Clients (z.B. sein/em/er PartnerIn) im selben Wlan die Daten abzugleichen.

Tickets

Viele dieser Apps sind im Zug entstanden, und diese besonders. Während einer Zugreise durch Europa hatte ich den Spaß, zig PDFs (für jeden Reisenden eine pro Bahngesellschaft und Strecke) zu verwalten, die mir alle vor Monaten per Mail geschickt wurden (habe aus Gründen des Seelenfriedens keine Mails auf dem Telefon). Mir die App jeder europäischen Bahngesellschaft zu installieren (sofern nicht “Diese App kann in Ihrem Land nicht installiert werden” kommt) und mich darauf zu verlassen, dass das dann klappt (hallo DB Navigator in der Schweiz ohne Roaming Wir empfehlen Ihnen einen Screenshot des Tickets zu machen…), habe ich auch keinen Bock.

Das Prinzip dieser App ist das Folgende: Ich buche Züge und bekomme die PDFs per Mail zugeschickt. Direkt danach lade ich sie mit dem Desktop Client verschlüsselt auf den Server hoch und lege dabei fest, welcher Client (Telefone müssen vorher registriert werden) welches Ticket erhalten soll. Dann vergesse ich die Sache, und wenn der Tag mit der Zugfahrt (oder $VERANSTALTUNG) kommt, habe ich alle nötigen Tickets einfach so parat.

Das Archiv

Die Idee hinter dem Archiv ist es, Dinge, die ich im Laufe der Zeit sammle, langfristig bei Bedarf auch wiederzufinden (ein Archiv eben…). Das Ganze besteht aus den Apps auf dem Telefon, das ich immer dabei habe und mit dem ich die Daten sammle und erhebe, und aus einer Webkomponente, die das Gesammelte darstellt. Das hier ist die Webkomponente des Archivs, der Teil, in dem alle Apps ihre Daten abliefern.

Die im Archiv eingepflegten Daten können wieder auf das Telefon zurückgespielt werden, was z.B. den Wechsel zu einem neuen Telefon erleichtert.
Das Archiv nimmt momentan Daten aus den folgenden Apps entgegen:

Das Archiv lässt sich einfach per docker oder rootless per podman (mehr dazu in der Readme) aufsetzen.

Werkzeuge

E-Ink-Anzeigen

Bei uns am Kühlschrank hängt ein Papierkalender, wo drauf steht, was an welchem Tag passiert. Aber welcher Tag ist heute? Um diese Frage zu beantworten, wollte ich eine Anzeige am Kühlschrank anbringen, die aber kein Kabel haben sollte. Als ich dann schaute, wie alte E-Reader dafür verwendet werden könnten, bin ich auf das OpenEPaperLink Projekt und damit die Möglichkeit, E-Ink Preisschilder aus Supermärkten zu verwenden, gestoßen. Wenn die Displays einmal täglich aktualisiert werden, sollen die Batterien bis zu 10 Jahre halten. Ich habe also ein paar (zweifarbige) Displays besorgt und mit der alternativen Firmware geflashed.

Der AccessPoint
Ein AccessPoint, bestehend aus zwei ESP32, holt jeden Tag ein Bild mit dem Datum, das mein OEPL-Manager für ihn ablegt, und zeigt es auf dem Display an.

Ursprünglich habe ich Schriften in Bitmap-Fonts umgerechnet und auf dem internen Speicher des ESP32-C6 abgelegt aber die 16 MB waren schnell voll, und das Hantieren mit den Fonts recht sperrig. Da das Display aber auch Bilder anzeigen kann, kann der OEPL-Manager jetzt bequem dazu verwendet werden, um Schriften zu verwalten, Vorlagen zu erstellen und per Zeitplan Bilder zu generieren.

Zeitplan im oepl-manager

Stundenplan

Ich wollte, dass mein Sohn die Möglichkeit hat, seinen Stunden- und Vertretungsplan selber aktuell anzuschauen, sich aber dafür nirgends einloggen muss. Als ich ihm aus einem alten Smartphone einen Audio-Player gebaut habe, schien es mir naheliegend, auch hier den Stundenplan verfügbar zu machen. Ein Scraper holt mit einem Cronjob regelmäßig die Daten hinter dem Login hervor und legt sie in einer (.json) Datei ab, wo sie dann von html ausgeliefert werden. Die Android-App auf dem Audio-Telefon ist ein Browser, der ausschließlich diese Seite (hinter Basic Auth) anzeigen kann. (Da kein Webbrowser verfügbar ist.)

Da die Daten jetzt nun einmal da sind, erzeugt ein Python-Skript davon regelmäßig ein Bild, das dann vom E-Ink Display am Kühlschrank angezeigt wird.

Meine Leseliste

Das ist der Quellcode für meine Leseliste. Grundlage war mal der Code von Alex, aber ich habe ihn für meine Zwecke angepasst und einen komfortableren Editor für die Liste gebaut.

Ich selber finde es immer spannend, zu wissen, was jemand gelesen hat, denn dann weiß ich direkt, welche Ideen und Konzepte uns gemein sind, so dass wir unsere Gespräche auf der gemeinsamen Basis beginnen können und nicht erst alles mühsam abgleichen müssen.

Mumble-Bot und Mixer

Während der Corona-Pandemie habe ich angefangen, einen Mumble Voice-Chat Server zu hosten, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben und gemeinsam rumzuhängen. Recht schnell kam bei uns das Bedürfnis auf, dabei auch mal gemeinsam einen Podcast oder Musik zu hören. Mit dem Bot-Projekt Botamusique, das gemeinsam von azlux (aus Frankreich) und TerryGeng (aus China) entwickelt wurde, haben wir damals einen Bot gefunden, der, ein bisschen zurechtgehackt, Musik in unsere Mumble-Kanäle (und Freude in unsere Herzen) brachte.

Mit dem Ende der Pandemie wurde der Bot allerdings immer weniger gepflegt und seit Mitte 2024 schließlich gar nicht mehr entwickelt. Die Antwort in so einem Fall lautet dann forken, und so hat der Bot bei mir ein neues Leben gefunden.

Jüngst habe ich dem Bot nochmal ein Update verpasst, da ich eh dabei war, für meinen Airsonic Fork einen Playlistmanager zu bauen. Den habe ich für den Mumble-Bot angepasst, so dass es jetzt nicht nur Musik, sondern auch gemixte Sets in den Treffen im Mumble gibt, die nach wie vor stattfinden.

Airsonic und Playlists

Die Evolution meiner mobilen Mediennutzung ist wie folgt: Discman, MP3 Player (erst mit CDs, dann auf dem wunderbaren Sony Ericsson w810i Walkman Phone), dann irgendwann Smartphones, die zwar Gigabytes an Speicher hatten, der aber trotzdem irgendwann immer zu knapp war, um alles dabei zu haben.

Es war also recht fantastisch für mich, als ich zunächst auf Airsonic und, als das verlassen wurde, auf Airsonic-Advanced stieß, womit ich in der Lage war, meine über mein Leben hinweg angesammelten Musikdateien unterwegs einfach auf mein Telefon zu streamen. Was mich aber noch mehr an Airsonic fasziniert hatte und was auch der Grund ist, warum ich das Ganze (selbst Airsonic-Advanced wurde vor Jahren verlassen) geforked und von Fable in die Gegenwart habe holen lassen, ist, dass es spielbare Playlists teilen kann. Von Anfang an war es mir ein Anliegen, die Technologien und Medien partizipativ zu nutzen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Zu oft habe ich Freunden gesagt: “Hör dir mal dies und das an!” und die Antwort war: “Habe kein Spotify.” oder “Kann das nicht finden.” Mit Airsonic konnte ich einfach einen (ablaufenden) Link schicken und die Musik war zugänglich. So bin ich bis heute nicht zu Navidrome oder JellyAmp gewechselt, sondern Airsonic treu geblieben.

Für lange Autofahrten z.B. habe ich schon immer Playlists vorbereitet, und da es mich gestört hat, dass manche coole Tracks so cool sind, aber nicht von sich aus gut zum nächsten Track überleiten (oder früher aufhören sollten), habe ich einen Playlist-Manager gebaut, mit dem ich nicht nur bequemer meine Playlists verwalten, sondern auch Übergänge vorbereiten und mixen kann.

Hörbücher aus ARD Sounds

Zu meinem Stack gehört auch eine Instanz von Audiobookshelf, mit der ich meine Hörbücher streamen kann. Irgendwann habe ich begriffen, dass der öffentliche Rundfunk am laufenden Band unglaublich gute Produktionen und Hörbücher veröffentlicht. Das Problem (und mit dem Alter lernt man das immer wieder schmerzhaft aufs Neue): Die Hörbücher werden immer wieder depubliziert und verschwinden schneller, als sie alle gehört werden können.

Die Lösung ist daher dieser Scraper, mit dem ich komfortabel Sendungen und Hörbücher des ÖRR herunterladen kann, um sie dann in meine Hörbuchsammlung einzupflegen.

Sendung-mit-der-Maus-Downloader

Hierbei handelt es sich um ein einfaches Skript, das einmal die Woche per Cronjob am Sonntag aufwacht und die neuste Folge der Sendung mit der Maus herunterlädt. Mit den Gebühren bezahlt, werden die Folgen nach wenigen Wochen depubliziert und sind dann quasi für immer futsch. Heutzutage werden immerhin schon die letzten vier Folgen angeboten.

Das Skript wacht sonntags um 10 Uhr auf, guckt, ob eine neue Episode da ist (früher wurden die Episoden eher im Laufe des Tages und nicht direkt pünktlich veröffentlicht) und lädt diese, sobald verfügbar. Per XMPP informiert mich das Skript, wenn die Folge geladen wurde.